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RTWin ist ein sehr leistungsstarkes, vielseitiges und komplexes
Produkt. Es ist daher aller Voraussicht nach nur in den seltensten Fällen
direkt für Endkunden gewinnbringend einsetzbar. Wir fördern daher nur
den Einsatz von RTWin an OEMs und VARs, die RTWin in ihre eigenen Produkte
integrieren bzw. auf Basis von RTWin konkrete Anwendungen entwickeln wollen und
somit die Komplexität für Endbenutzer reduzieren.
Katalogeintrag
Evaluationsversion
Überblick
RTWin ist ein leitungsfähiges, flexibles Werkzeug zur zeitsparenden
Entwicklung von Prozeßleitsystemen (Control and Monitoring Systems, CMS).
Das Paket umfaßt alle notwendigen Bausteine, um ein modulares, verteiltes
und skalierbares Echtzeit-Prozeßleitsystem zu erstellen. Dabei zielt RTWin
auf solche Systeme ab, die für rechnergestützte Prozeßsteuerung
(Computer Aided Control System Design, CACSD) entworfen worden sind.
Das Paket besteht aus zwei Gruppen von Werkzeugen
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Das Entwicklungssystem enthält Ressourcen-Editoren, um
prozeßleitsysteme zu entwerfen
-
Das Laufzeitsystem enthält Ressourcen-Manager und die
Laufzeitkopplung mit den eigentlichen Prozessen.

Abbildung 1: Teilansicht des Entwicklungssystems von RTWin: Schema-Editor
(Hintergrund), Objekteditor und Online-Hilfesystem in Photons HTML-Helpviewer.
Grundlegende RTWin-Funktionalität
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Erstellung von Prozeßleitsystemprototypen beliebiger
Komplexität im Handumdrehen mit Hilfe des graphischen
Programmiermodus
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Gleichzeitige Entwicklung eines Prozeßleitsystems durch
mehrere Entwickler
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beliebige Anzahl von Prozeßleitständen
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Erzeugung von Prozeßleitsystem sowohl als ausführbare
Binärdateien als auch als Quellcode
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Einrichtung von Prozeßleitsystembenutzerkonten mit Login,
Paßwort und abstufbaren Zugriffsrechten auf Anzeigen und
Steurungselemente
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Erzeugung von maßgeschneiderten Objektbibliotheken mit den
entwickelten Algorithmen und Benutzerschnittstellen
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Flexible Konfiguration von Prozeßleitsystemmoduln
innerhalb des QNX-Netzwerks
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Alarmverwaltung erlaubt die sofortige Entdeckung und
benutzerdefinierbare Behandlung von Notfällen und
Notfallvorstufen
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Verbindungsaufbau zwischen mehreren parallel laufenden
Prozeßleitsystemen
- Entwurf der Benutzerschnittstelle in jeder Landessprache
Das RTWin-Konzept
Das RTWin-Konzept beruht auf der Idee einer modularen und offenen
Prozeßleitsystemarchitektur. Grundsätzlich besteht das System aus
"Modul" genannten Subsystemen, die untereinander durch beliebige
Datenströme verbunden sein können. RTWin ermöglicht es den
Entwicklern, ein Prozeßleitsystem aus Systemmoduleinheiten und
Datenströmen zu erstellen. Die Datenströme bilden dabei Folgen von
Nachrichten mit vordefinierter Länge und Struktur. Modulseitig gibt es je
nach Einsatzkontext vier verschiedene Varianten:
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Objektmoduln stellen die vom Entwickler
spezifizierten Prozeßalgorithmen dar. Sie sind der
vielseitigste Modultyp. Mit ihnen können eine große
Anzahl von Problemstellungen gelöst werden, wie z.B.
mathematische Prozeßmodelle, Berabeitung von Ein- und
Ausgabegeräten und -dateien, Datenaufbereitung für die
spätere Anzeige, Durchführung von Interprozeßkommunikation, u.v.a.m. .
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Kontrollmoduln bilden die Schnittstelle mit dem
Benutzer. Das Äußere wird dabei aus einem Satz von
elementaren Graphikeinheiten aufgebaut. Jede dieser Einheiten
(Widgets) verfügt über einen bestimmten Satz von
Eigenschaften wie z.B. Farbe, Position, Größe,
Cursorform, Beschriftung, so daß jede Änderung des
zugrundeliegenden Prozesses durch eine Änderung dieser
Eigenschaften angezeigt werden kann. Durch Folgen solcher
Änderungen können Animationseffekte erreicht werden.
Außerdem können zustätzliche Fenster geöffnet
und geschlossen sowie Nachrichten versandt werden. Eingehende Daten
können in Graphen und Diagrammen dargestellt werden. An Steuerungselementen
stehen Knöpfe, Schieberegler und vieles andere mehr zur Verfügung. Dabei
kann für jedes Element eine Zugriffsbeschränkungstufe zwischen 0 und
100 spezifiziert werden. Benutzer können dann nur solche Einstellelemente
benutzen, deren Zugriffsbeschränkungstufe mindestens genauso hoch ist, wie
ihre eigene
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Objekt-PhAB-Anwendungs-Moduln können in
Anwendungen eingebttet werden, die mit dem Photon Application
Builder (PhAB) entwickelt wurden.
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Gate-Moduln ermöglichen die Kommunikation
zwischen parallel laufenden Prozeßleitsystemen.
Allgemein gesprochen kann ein Modul eingehende Daten entweder direkt selbst
verarbeiten oder über ausgehende Kanäle an andere Moduln weitergeben.
Trotzdem ist es nicht notwendig, für jedwede Art von Datenverarbeitung ein
eigenes Modul zu entwerfrn. Für nicht-modifizierende Operationen gibt es
Standard-Datenstromoperationen, wie z.B. für Archivierung. Dazu wird des
Konzept des Datenpunktes auf einem Datenstrom definiert, von dem Daten ohne
weitere Moduln einfach abgegriffen werden können. Jeder Datenabgriff
muß einem solchen Punkt zugeordnet sein. RtWin bietet die drei folgenden
Abgriffsarten:
- Speicherung von Datenströmen in Datenbanken
- Datenanalyse auf bestimmte vorgegebene Zustände hin
- Visualisierung mit Hilfe von Tabellen und Graphen
Durch die modulare Prozeßleitsystemarchitektur besitzen mit RTWin
entworfene Systeme die folgenden Eigenschaften:
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Multitaskingfähigkeit und Verteilbarkeit.
Prozeßleitsystemmoduln können auf mehrere Knoten im
Netzwerk verteilt sein, so daß sie parallel
ausgeführt werden können und dadurch die zur
Verfügung stehende Hardware optimal ausgenutzt wird.
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Mehrbenutzerfähigkeit. Da auch die
Kontrollmoduln verteilt werden können, ist es möglich,
daß auch mehere Prozeßleitstandmitarbeiter
gleichzeitig parallel arbeiten können.
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Skalierbarkeit. Mit RTWin können
Prozeßleitsysteme jeder Größenordnung entworfen
werden. Vom Allereinfachsten mit eine einzigen Kontrollmodul und
ein oder zwei Objektmoduln, die allesamt auf einem einzelnen
Rechner laufen bis zu komplexen Mehrbenutzersystemen aus
hunderten von Moduln auf dutzenden von Rechnern.
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Konfigurierbarkeit. RTWin bietet Möglichkeiten,
die Zusammensetzung und die Verteilung der Moduln im Netzwerk flexibel
zu ändern.
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Erweiterbarkeit. Mit Hilfe von RTWin können
komplexe Prozeßleitsysteme stufenweise aufgebaut werden. Sie
können mit dem Grundgerüst beginnen und dann Schritt für
Schritt zusätzliche Moduln hinzufügen. Dadurch können Sie
das System sehr genau an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. RTWin
hat keine relevanten Beschränkungen bezüglich der Anzahl der
Moduln, der eingehenden und der ausgehenden Datenströme.
Unter der anfangs erwähnten offenen Architektur verstehen wir das
folgende:
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Erweiterbare Funktionalität. Da es
praktisch unmöglich ist, für alle möglichen
Eigenschaften eines CACSD-Systems bezüglich Benutzerschnittstelle
und Datenverarbeitung vorzubauen, können beide jederzeit mit Hilfe
von RTWin neu gestaltet werden.
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Datenaustausch mit anderen Systemen. Jedes mit
RTWin entwickelte System kann sowohl mit anderen RTWin- und
Nicht-RTWin-Systemen Daten austauschen. Für beide Fälle
sind bereits spezielle Mechanismen vorgesehen.

Abbildung 2. Beispiel für einen Prozeßleitstand. Wir danken dem
Computer Aided Control Systems Department der moldawischen Stahlwerke in
Rybnitsa für die Überlassung der Graphik
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