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Durchführung
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Der Printspooler für das QNX-Netzwerk wird durch Ausführen des Printservers
lpsrvr & gestartet. Dieses Utility sucht und liest als erstes die
Datei /etc/config/lpsrvr.node#. Findet es diese Datei nicht, so verwendet es
die Datei /etc/config/lpsrvr, die bei der Installation angelegt wird. Diese
Datei erwartet einen Postscript Drucker an
/dev/par (Achtung: QNX4 legt default
/dev/par1 an).
In der Datei /etc/config/lpsrvr.node# wird festgelegt, wie
eine Datei beim Drucken umgewandelt wird, und an welchen Drucker sie
weitergeleitet wird. Die zu druckenden Dateien liegen in verschiedensten
Formaten vor, z.B. ASCII oder Postscipt, und jedes Format muß für jeden Drucker
aufbereitet werden, d.h. für jeden Drucker und jedes Format muß eine eigene
Queue eingerichtet werden.
Die Umgebungsvariable LPDEST gibt den default
(standard) Drucker an. Dieser Drucker wird automatisch benutzt, sobald kein
anderer Drucker angegeben wird. Die Umgebungsvariable LPSRVR
gibt den default Spooler an. Dieser Spooler wird automatisch benutzt, sobald
kein anderer Spooler angegeben wird. Unter Photon lassen sich eigene
Printspooler einrichten.
Um die Drucker-Utilities lp, lpc, lprm, lpq verwenden zu
können, muß in diesem Fall die Variable LPSRVR auf den
Spooler-Namen gesetzt sein, welcher mit diesen Utilities angesprochen werden
soll.
Aufbau der Datei /etc/config/lpsrvr.node# für einen
Drucker, der das PCL-Format (z.B. HP-Deskjet) verarbeiten kann und an
/dev/par1 angeschlossen ist.
Defaultname für QNX Printspooler: /qnx/spooler
[]
sp = /qnx/spooler
cd = /tmp
Dokument im ASCII-Format
[txt]
ta = lpt1
co = pr -h"$(fname)" $(spfile) > $(device)
Dokument im PCL-Format
[pcl]
ta = lpt1
co = cat $(spfile) > $(device)
Name des Targets
[-lpt1]
dv = /dev/par1
In der ersten Zeile stehen leere, eckige Klammern. Ihnen folgt der
Spooler-Name und der Verzeichnispfad für temporäre Dateien.
Diese temporären Dateien werden nach Beendigung des Druckauftrages automatisch
gelöscht. Diese beiden Angaben sind nicht zwingend notwendig. Mit diesen zwei
bzw. drei Zeilen weiß der Print-Server, wo er die Print-Queue verwalten und wo
er temporäre Dateien erzeugen darf.
Darauf folgt in eckigen Klammern der Name einer Print-Queue, welche
man nach dem Start des Print-Servers im Verzeichnis /dev/spool wiederfindet.
Nachdem die Queue bekannt ist, wird definiert, wie eine Datei bearbeitet wird,
um sie dem Drucker anzupassen.
In der folgenden Zeile wird das Ziel der Ausgabe (ta = Target), der Drucker,
festgelegt.
Das Target selbst wird festgelegt durch den, mit einem
vorangestellten Minuszeichen, in eckigen Klammern gefaßten, Namen und den
folgenden Pfad des Devices, z.B. dv=/dev/par1. Alle Druckaufträge an lpt1
werden über das Device /dev/par1 geleitet werden.
Aufbau für einen Postscript Drucker, der an einen zweiten QNX4 Rechner
angeschlossen ist, der sich im QNX-Netzwerk befindet:
Dokument im ASCII Format
[txt2ps]
ta=lpt2
co=pr -h"$(fname)" $(spfile) | lps -F0 > $(device)
(lps ist ein undokumentiertes Utility, welches eine Textdatei
in eine Prostscriptdatei umwandelt.)
Dokument im Postscript Format und ACSII mit Steuerzeichen
[ps]
ta=lpt2
co=cat $(fname) > $(device)
Der Name des Targets
[-lpt2]
dv=//2/dev/par1
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